Tallinn
Shopping-Tipp: Tallinn ist für Modebegeisterte die teuerste der drei baltischen Hauptstädte. Ist sie doch touristischer – und größer. Eben jene Größe schlägt sich auch bei der Vielfalt der Angebote nieder. Sämtliche Luxuslabels sind ebenso vertreten wie die westlichen Marken á la H&M, Promod oder Zara. Und das vor allem in Shoppingcentern. Die Esten lieben es, sich stundenlang in Malls herumzutreiben. Und dabei müssen sie auf nichts verzichten. Besonders beliebt ist „Viru“, am Fuße der Altstadt gelegen und kaum zu übersehen. Hier vertreten sind eben all jene westlichen Modeklassiker, aber auch der bereits in Helsinki (siehe City-Tipp „Helsinki“) empfohlene Laden „Seppälä“. Einen Gang wert ist auch „Mohito“, das weiblich-feminine Kleidung für all jene anbietet, für die Schleifchen nicht nur auf Geschenke gehören. Weniger kommerziell ist der große Markt an der Nikolaikirche. Hier lassen sich von einer Modistin selbstgemachte Hüte ebenso ergattern wie Schmuck oder Schals.
Besonderer Tipp: Wer für Tallinn mehr als ein Wochenende einplant, der sollte unbedingt für einen Tag einen Mietwagen mieten (günstig z.B. bei „Nü“ am Airport). Eine Tour entlang der estnischen Küste ist wirklich imposant. Vor allem das Küstenörtchen Padilski lohnt einen Besuch. Hier gibt es schroffe Felsen, die martialisch ins Meer ragen. Die Aussicht auf die Weite der Ostsee ist einmalig. Die Fahrt dorthin dauert knapp 45 Minuten. Näher gelegen – und auch mit dem Stadtbus für wenig Geld zu erreichen-, ist der schicke Badeort Vilmsi etwa 10 Minuten von der Tallinner Innenstadt entfernt. Hinter üppigen Wäldern erstreckt sich hier die Ostsee in ihrer ganzen Schönheit. Kilometer lange Sandstrände und glasklares Meer erinnern mehr an Südeuropa als an Baltikum.
Nightlife: Das Baltikum ist für sein buntes und schillerndes Nachtleben bekannt. Nicht anders ist es in Tallinn. Urige Kneipen sind hier ebenso anzutreffen wie schicke Bars. Zwei davon möchte ich an dieser Stelle vorstellen. Da wäre zum einen die „Lounge 24“ auf dem Dach des Radisson Blu. Die Aussicht von dort oben ist einmalig. Nirgendwo anders lässt sich die estnische Hauptstadt besser aus der Vogelperspektive erkunden. Und das etwa bei einem Cosmopolitan oder einem Daiquiri, die nur etwa 5 Euro kosten. Ein wenig günstiger ist die Bar auf dem Dach des Shoppingcenters “Solaris”. Hier schmeckt nicht nur das einhemische Bier (A.le Coq, etwa 3 Euro) gut, sondern auch Salate, Pasta und Snacks reißen kein klaffendes Loch ins Urlaubsbudget. Wer es dann doch lieber rustikaler mag, der sollte im „Hells Hunt“ einkehren. Das ist der bei Jugendlichen beliebteste Biergarten und ist inmitten der Altstadt gelegen. Hier wird das Bier selbst gebraut, dazu werden russiche Teigtaschen gefüllt mit Hackfleisch (Peroggen) gereicht.





